Kinderarzt Sendling & Aubing | Kinderarzt Aubling & Sendling - München

Kinderpneumologie
für Kinder und Jugendliche

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Die Atmung von Kindern verändert sich mit Wachstum und Entwicklung, weshalb Beschwerden nicht einfach nach Maßstäben der Erwachsenenmedizin beurteilt werden können. Die pädiatrische Lungenheilkunde beschäftigt sich mit akuten, wiederkehrenden und chronischen Erkrankungen der Atemwege und der Lunge.

Zu den häufigen Gründen für eine Vorstellung gehören anhaltender Husten, pfeifende Atmung, Atemnot, wiederkehrende Bronchitiden, auffällige Belastbarkeit oder der Verdacht auf Asthma. Eine sorgfältige Einordnung verbindet die Krankengeschichte mit körperlicher Untersuchung und altersgerechter Funktionsdiagnostik.

Nicht hinter jedem Husten steckt eine chronische Lungenerkrankung, und nicht jedes Atemgeräusch bedeutet Asthma. Ziel ist eine nachvollziehbare Diagnose, aus der sich eine passende Behandlung und ein sicherer Plan für den Alltag ableiten lassen.

Welche Beschwerden und Erkrankungen behandelt die Kinderpneumologie?

Das Fachgebiet umfasst Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, die Atmung beeinflussen oder wiederholt Beschwerden verursachen. Dazu gehören unter anderem Asthma bronchiale, chronischer Husten, wiederkehrende obstruktive Bronchitiden und bestimmte Folgen von Frühgeburtlichkeit.

Auch wiederholte Lungenentzündungen, angeborene Besonderheiten der Atemwege, auffällige Atemgeräusche und schlafbezogene Atmungsstörungen können eine spezielle Abklärung erforderlich machen. Seltene Erkrankungen wie Mukoviszidose oder primäre Ziliendyskinesie benötigen eine besonders strukturierte Diagnostik und meist die Mitbetreuung eines spezialisierten Zentrums.

Entscheidend ist nicht nur der Name eines Symptoms, sondern sein zeitlicher Verlauf und seine Auswirkung auf Schlaf, Schule, Sport und Entwicklung. Deshalb werden Beschwerden, Auslöser und bisherige Behandlungen möglichst genau erfasst.

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Das sagen unsere Patienten

Anhaltender und wiederkehrender Husten

Husten ist ein wichtiger Schutzreflex und begleitet bei Kindern sehr häufig harmlose Atemwegsinfekte. Wenn er ungewöhnlich lange anhält, immer wiederkehrt oder mit weiteren Auffälligkeiten verbunden ist, sollte seine Ursache gezielt untersucht werden.

Von Bedeutung sind unter anderem trockener oder feuchter Husten, nächtliche Beschwerden, Husten bei Anstrengung und ein möglicher Zusammenhang mit Infekten, Allergenen oder Mahlzeiten. Auch Passivrauch, Feuchtigkeit, Schimmel und andere Umweltfaktoren werden berücksichtigt.

Mögliche Ursachen reichen von aufeinanderfolgenden Infekten und Asthma bis zu Problemen im Nasen-Rachen-Raum, Reflux oder seltenen Erkrankungen. Eine pauschale Behandlung mit Antibiotika oder Hustenmitteln ist daher nicht bei jedem länger bestehenden Husten sinnvoll.

Blutiger Auswurf, deutliche Atemnot, bläuliche Lippen, Gewichtsverlust oder eine zunehmende Verschlechterung benötigen eine rasche ärztliche Abklärung. Bei akuter Lebensgefahr muss sofort der Rettungsdienst gerufen werden.

Asthma bronchiale bei Kindern

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, bei der die Atemwege überempfindlich reagieren und sich vorübergehend verengen können. Typische Beschwerden sind anfallsartige Atemnot, pfeifende Ausatmung, Husten und ein Engegefühl im Brustkorb.

Bei Kindern können nächtlicher Husten, Beschwerden beim Toben oder häufige vermeintliche Bronchitiden im Vordergrund stehen. Zwischen den Episoden kann die Atmung vollständig unauffällig sein.

Zur Diagnostik gehören die genaue Vorgeschichte, die körperliche Untersuchung und nach Möglichkeit objektive Messungen der Lungenfunktion. Je nach Alter und Fragestellung können weitere Untersuchungen zur Reversibilität einer Atemwegsverengung oder zur Abklärung allergischer Auslöser sinnvoll sein.

Gut behandeltes Asthma soll normalen Alltag, erholsamen Schlaf und altersgerechte Bewegung ermöglichen. Häufige Beschwerden oder regelmäßiger Bedarf an Notfallmedikamenten sind ein Anlass, die Einstellung erneut zu überprüfen.

Pfeifende Atmung und obstruktive Bronchitis

Vor allem Säuglinge und Kleinkinder können im Rahmen viraler Infekte eine pfeifende oder brummende Ausatmung entwickeln. Ihre Atemwege sind noch eng, sodass bereits eine Schwellung der Schleimhaut den Luftstrom deutlich behindern kann.

Wiederkehrende obstruktive Episoden bedeuten nicht automatisch, dass dauerhaft Asthma besteht. Häufigkeit, Auslöser, beschwerdefreie Zeiten, allergische Erkrankungen und die familiäre Vorgeschichte helfen bei der Einordnung.

Bei der Untersuchung werden Atemfrequenz, Atemarbeit, Hautfarbe und Auskultationsbefund beurteilt. Abhängig vom Alter können Sauerstoffsättigung, Lungenfunktion oder weitere diagnostische Schritte hinzukommen.

Einziehungen zwischen den Rippen, Nasenflügeln, Trinkschwäche oder eine auffällig erschöpfte Atmung sind Warnzeichen. Besonders junge Säuglinge sollten bei deutlicher Atemnot unverzüglich ärztlich untersucht werden.

Wiederkehrende Bronchitiden und Lungenentzündungen

Kinder haben besonders in den ersten Gemeinschaftsjahren häufig Atemwegsinfekte, ohne dass zwangsläufig eine Abwehr- oder Lungenerkrankung vorliegt. Entscheidend sind Schwere, Verlauf, vollständige Erholung und Begleitbefunde.

Wiederholte Lungenentzündungen können eine weiterführende Abklärung erfordern, vor allem wenn stets derselbe Lungenbereich betroffen ist oder Gedeihstörungen hinzukommen. Auch ungewöhnliche Erreger, lange Krankheitsverläufe und ein anhaltend auffälliger Untersuchungsbefund sind bedeutsam.

Je nach Situation werden Vorbefunde, Laborergebnisse und vorhandene Röntgenbilder ausgewertet. Zusätzliche Bildgebung oder spezialisierte Verfahren werden nur bei begründeter Fragestellung veranlasst, um unnötige Belastungen zu vermeiden.

Antibiotika helfen gegen bakterielle Infektionen, aber nicht gegen die meisten virusbedingten Atemwegsinfekte. Die Entscheidung richtet sich nach dem klinischen Bild und nicht allein nach der Dauer des Hustens.

Atemprobleme bei Sport und körperlicher Belastung

Husten, Luftnot oder ein pfeifendes Geräusch beim Sport können zu belastungsabhängigem Asthma passen. Ähnliche Beschwerden können jedoch auch durch mangelnde Kondition, eine Fehlsteuerung der Atmung, Probleme im Kehlkopfbereich oder andere Erkrankungen entstehen.

Für die Beurteilung ist wichtig, wann die Beschwerden beginnen und wie schnell sie nach Ende der Belastung abklingen. Angaben zu Sportart, Intensität, Umgebung, Temperatur und möglichen Allergenen können zusätzliche Hinweise liefern.

Abhängig vom Befund kann eine Lungenfunktionsprüfung vor und nach einem bronchienerweiternden Medikament oder eine spezialisierte Belastungsdiagnostik sinnvoll sein. Solche Untersuchungen werden gezielt durchgeführt oder an eine geeignete Stelle weitervermittelt.

Kinder mit gut kontrolliertem Asthma sollen grundsätzlich körperlich aktiv sein können. Wiederkehrende Einschränkungen sind ein Grund, Diagnose, Inhalationstechnik und Behandlung gemeinsam zu überprüfen.

Chronische Lungenerkrankungen nach Frühgeburt

Sehr früh geborene Kinder können durch eine unreife Lunge, Beatmung oder Sauerstoffbehandlung längerfristige Atemwegsprobleme entwickeln. Eine bronchopulmonale Dysplasie kann sich je nach Ausprägung auf Infektanfälligkeit, Sauerstoffbedarf und Belastbarkeit auswirken.

Für die weitere Betreuung sind der Verlauf nach der Geburt, frühere Beatmungsformen und aktuelle Beschwerden wichtig. Arztbriefe aus der Geburtsklinik und vorhandene Messwerte sollten deshalb vollständig vorliegen.

Die Nachsorge wird an Alter, Wachstum, Ernährung, Entwicklung und respiratorischen Verlauf angepasst. Bei komplexen Verläufen erfolgt sie gemeinsam mit spezialisierten Kliniken und weiteren Fachdisziplinen.

Eine zunehmende Atemarbeit, Trinkprobleme oder eine auffällige Gewichtsentwicklung sollten frühzeitig angesprochen werden. Infekte können bei vorerkrankten Säuglingen und Kleinkindern schneller zu einer relevanten Belastung führen.

Allergien und Atemwege

Allergische Erkrankungen können Nase, Augen, Haut und Bronchien gleichzeitig oder nacheinander betreffen. Heuschnupfen, Neurodermitis und allergisches Asthma treten bei manchen Kindern gemeinsam auf.

Das ärztliche Gespräch prüft, ob Beschwerden jahreszeitlich, an bestimmten Orten oder nach Kontakt mit Tieren, Hausstaub oder anderen möglichen Auslösern auftreten. Eine Allergietestung ist besonders hilfreich, wenn ihr Ergebnis eine konkrete diagnostische oder therapeutische Konsequenz hat.

Ein positiver Haut- oder Bluttest beweist allein noch nicht, dass das gefundene Allergen die Atembeschwerden verursacht. Entscheidend bleibt, ob Testergebnis und tatsächlicher Beschwerdeverlauf zusammenpassen.

Allergologie und Kinderpneumologie ergänzen sich bei allergisch bedingten Atemwegserkrankungen. Beratung, Allergenvermeidung, medikamentöse Behandlung und gegebenenfalls eine spezifische Immuntherapie werden individuell abgestimmt.

Lungenfunktionsprüfung bei Kindern

Bei der Spirometrie atmet das Kind über ein Mundstück in ein Messgerät und trägt dabei üblicherweise eine Nasenklemme. Gemessen werden Luftmengen und die Geschwindigkeit, mit der Luft ein- und ausgeatmet werden kann.

Gute Ergebnisse setzen voraus, dass das Kind die Atemmanöver versteht und aktiv mitarbeitet. Deshalb werden die Schritte altersgerecht erklärt, vorgemacht und bei Bedarf mehrfach geübt.

Eine unauffällige Messung schließt Asthma nicht in jeder Situation aus, weil die Atemwege zwischen zwei Episoden normal funktionieren können. Umgekehrt darf ein technisch nicht optimaler Versuch nicht vorschnell als krankhafter Befund gewertet werden.

Die Kurven werden auf technische Qualität geprüft und anhand altersgerechter Referenzwerte interpretiert. Körpergröße, Alter, Geschlecht und Mitarbeit beeinflussen die Beurteilung.

Weitere Untersuchungen der Atmung

Neben der Lungenfunktion können je nach Beschwerden weitere Untersuchungen notwendig sein. Dazu zählen beispielsweise die Messung der Sauerstoffsättigung, Allergiediagnostik, Laboruntersuchungen oder eine gezielte Bildgebung.

Bei Verdacht auf schlafbezogene Atemstörungen können nächtliche Messungen oder eine Untersuchung im Schlaflabor erforderlich werden. Lautes Schnarchen allein beweist keine Schlafapnoe, sollte bei Atempausen oder ausgeprägter Tagesmüdigkeit aber abgeklärt werden.

Seltene oder komplexe Erkrankungen können Schweißtest, genetische Diagnostik, Bronchoskopie oder andere spezialisierte Verfahren erfordern. Diese Untersuchungen erfolgen abhängig von der Fragestellung in entsprechend ausgestatteten Einrichtungen.

Nicht jedes Kind benötigt das gesamte diagnostische Spektrum. Die Auswahl erfolgt stufenweise anhand der wahrscheinlichsten Ursachen und der Dringlichkeit.

Behandlung und Inhalationstherapie

Die Behandlung richtet sich nach der gesicherten oder wahrscheinlichsten Diagnose und dem Schweregrad der Beschwerden. Medikamente, nichtmedikamentöse Maßnahmen und Verlaufskontrollen werden zu einem individuellen Konzept verbunden.

Bei Asthma kommen häufig inhalative Medikamente zum Einsatz, die direkt in den Atemwegen wirken. Je nach Alter werden Dosieraerosole mit Inhalierhilfe, Pulverinhalatoren oder andere geeignete Systeme verwendet.

Die richtige Technik ist entscheidend, weil selbst ein passendes Medikament bei fehlerhafter Anwendung die Bronchien nicht ausreichend erreicht. Deshalb sollten Kind und Eltern die Anwendung zeigen und bei Kontrollen erneut überprüfen lassen.

Eine Dauertherapie darf nicht eigenständig reduziert oder beendet werden, nur weil es dem Kind gerade gut geht. Anpassungen erfolgen gemeinsam anhand von Beschwerden, Notfallmedikation, Lungenfunktion und bisherigen Verschlechterungen.

Asthmakontrolle und Alltag

Zur Verlaufskontrolle gehören Beschwerden am Tag und in der Nacht, Einschränkungen bei Bewegung und der Bedarf an Akutmedikation. Auch Fehlzeiten in Schule oder Kita sowie ungeplante Arztbesuche geben Hinweise auf die Krankheitskontrolle.

Ein schriftlicher Behandlungs- oder Notfallplan kann festhalten, welche Medikamente regelmäßig angewendet werden und was bei einer Verschlechterung zu tun ist. Bezugspersonen sollten wissen, wo das Akutmedikament liegt und wie es korrekt verabreicht wird.

Tabakrauch und Aerosole von E-Zigaretten belasten die Atemwege und sollten in der Umgebung des Kindes vermieden werden. Regelmäßige Bewegung ist dagegen erwünscht und kann bei angemessener Behandlung sicher ausgeübt werden.

Das Ziel ist eine möglichst uneingeschränkte Teilnahme an Familie, Schule, Freizeit und Sport. Wenn dies nicht gelingt, sollte die Behandlung überprüft werden.

Vorbereitung auf den Termin

Bringen Sie die Gesundheitskarte, einen aktuellen Medikamentenplan und alle relevanten Vorbefunde mit. Besonders hilfreich sind frühere Lungenfunktionskurven, Allergiebefunde, Laborwerte, Klinikbriefe und vorhandene Berichte zur Bildgebung.

Notieren Sie, seit wann die Beschwerden bestehen und ob sie nachts, bei Sport, während Infekten oder in bestimmten Umgebungen auftreten. Auch Häufigkeit und Wirkung bereits angewendeter Medikamente sollten festgehalten werden.

Inhalationsgeräte, Vorschaltkammern und Masken können zum Termin mitgebracht werden, damit die Anwendung kontrolliert werden kann. Videos eines auffälligen Atemgeräusches sind oft hilfreich, wenn die Beschwerden in der Praxis gerade nicht auftreten.

Setzen Sie Medikamente vor einer geplanten Untersuchung nur dann aus, wenn dies ausdrücklich mit der Praxis vereinbart wurde. Fragen zur Vorbereitung sollten rechtzeitig vor dem Termin geklärt werden.

Wann dringend ärztliche Hilfe benötigt wird

Starke Atemnot, eine bläuliche Verfärbung der Lippen, Bewusstseinsstörungen oder eine ausgeprägte Erschöpfung sind mögliche Zeichen einer akuten Gefahr. Auch ein Kind, das wegen Atemnot kaum sprechen oder trinken kann, benötigt sofortige Hilfe.

Rufen Sie bei einer lebensbedrohlichen Situation unverzüglich den Rettungsdienst unter 112. Ein regulärer Termin oder eine Nachricht an die Praxis reicht in dieser Situation nicht aus.

Bei einem bekannten Asthma sollte der persönliche Notfallplan befolgt und das verordnete Akutmedikament wie vereinbart angewendet werden. Bleibt die Wirkung aus oder verschlechtert sich der Zustand, ist eine umgehende notfallmedizinische Beurteilung notwendig.

Termin in der Kinderpneumologie vereinbaren

Bitte nennen Sie bei der Terminvereinbarung die wichtigsten Beschwerden, deren Dauer und bereits bekannte Diagnosen. So kann eingeschätzt werden, welche Unterlagen benötigt werden und welcher Untersuchungsrahmen sinnvoll ist.

Die Kinderpneumologie begleitet Familien von der ersten Abklärung bis zur Kontrolle einer bekannten Atemwegserkrankung. Ziel ist eine verständliche Diagnose, eine alltagstaugliche Behandlung und möglichst unbeschwertes Atmen in jeder Entwicklungsphase.

Öffnungszeiten:

Mo-Mi 08:30-12:30 & 14:00-17:00 Uhr
Do 08:30-13:30 Uhr
Fr 08:30-14:00 Uhr

Öffnungszeiten:

Mo-Di 08:30-12:30 & 13:30-17:00 Uhr
Mi-Do 08:30-12:30 & 13:30-16:30 Uhr
Fr 08:30-13:00 Uhr