Kinderarzt Sendling & Aubing | Kinderarzt Aubling & Sendling - München

U2-U9
für Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und Kindergartenkinder

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In den ersten sechs Lebensjahren entwickeln sich Körper, Sprache, Bewegungsfähigkeit und Verhalten in einem besonders hohen Tempo. Die regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen schaffen feste Zeitpunkte, an denen die Gesundheit und altersgemäße Entwicklung eines Kindes umfassend betrachtet werden können.

In unserer kinderärztlichen Praxis begleiten wir Familien von den ersten Lebenstagen bis zum bevorstehenden Schuleintritt. Im Mittelpunkt steht nicht nur die frühe Erkennung möglicher Erkrankungen, sondern auch eine verständliche Beratung zu den Fragen der jeweiligen Entwicklungsphase.

Die vorgesehenen Untersuchungszeiträume sollten möglichst genau eingehalten werden, da die Inhalte auf das jeweilige Alter abgestimmt sind. Vereinbaren Sie den nächsten Termin deshalb frühzeitig und bringen Sie das Gelbe Heft sowie den Impfausweis Ihres Kindes mit.

Was gehört zu den Früherkennungsuntersuchungen U2 bis U9?

Jede Untersuchung verbindet eine ausführliche Anamnese mit einer altersgerechten körperlichen und entwicklungsbezogenen Beurteilung. Je nach Termin werden unter anderem Wachstum, Organe, Sinnesleistungen, Motorik, Sprache, Verhalten und soziale Entwicklung betrachtet.

Auch Ernährung, Schlaf, Unfallvermeidung, Zahngesundheit, Bewegung, Mediennutzung und das familiäre Wohlbefinden können angesprochen werden. Welche Themen besonders wichtig sind, hängt vom Alter und von den Beobachtungen der Eltern ab.

Der Impfstatus wird regelmäßig anhand des Impfausweises überprüft und mit den geltenden Empfehlungen abgeglichen. Fehlende oder anstehende Impfungen können besprochen und abhängig von der individuellen Situation geplant werden.

Die Untersuchungstermine sind keine Prüfungen, die ein Kind bestehen muss. Entwicklung verläuft individuell, weshalb einzelne Fähigkeiten immer im Gesamtzusammenhang und unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung beurteilt werden.

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Das sagen unsere Patienten

Termine frühzeitig vereinbaren

Für jede Untersuchung gelten ein vorgesehener Zeitraum und begrenzte Toleranzgrenzen. Eine zu frühe oder deutlich verspätete Durchführung kann dazu führen, dass die Untersuchung nicht regulär abgerechnet werden kann oder wichtige altersbezogene Inhalte nicht zum passenden Zeitpunkt beurteilt werden.

Vereinbaren Sie den nächsten Termin möglichst frühzeitig und teilen Sie dem Praxisteam mit, welche Untersuchung ansteht. Bei der U2 außerhalb einer Geburtsklinik sollte die Terminplanung bereits vor der Geburt oder unmittelbar danach erfolgen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie das passende Zeitfenster nicht kennen oder einen Termin versäumt haben. Wir prüfen gemeinsam, welche Möglichkeiten bestehen und welche Untersuchung für Ihr Kind als Nächstes vorgesehen ist.

U2: 3. bis 10. Lebenstag

Die U2 ist die erste umfassende körperliche Grunduntersuchung des Neugeborenen und findet häufig noch in der Geburtsklinik statt. Nach einer ambulanten oder häuslichen Geburt sollten Eltern rechtzeitig organisieren, wo der Termin innerhalb des vorgesehenen Zeitfensters durchgeführt werden kann.

Untersucht werden unter anderem Haut, Kopf, Sinnesorgane, Herz, Lunge, Bauchorgane, Geschlechtsorgane, Skelettsystem und Reflexe. Außerdem werden Gewicht und Körpermaße beurteilt sowie mögliche Hinweise auf Geburtsfolgen oder angeborene Auffälligkeiten berücksichtigt.

Falls vorgesehene Neugeborenen-Screenings noch nicht erfolgt sind, wird geprüft, ob diese zeitnah durchgeführt oder veranlasst werden müssen. Dazu können je nach bisherigem Ablauf das erweiterte Neugeborenen-Screening, das Screening auf Mukoviszidose und das Neugeborenen-Hörscreening gehören.

Eltern erhalten Beratung zu Ernährung, Vitaminversorgung, sicherem Schlafen und weiteren wichtigen Themen der ersten Lebenswochen. Bei einer U2 außerhalb der Geburtsklinik sollten alle Entlassungsunterlagen und bereits vorhandenen Screeningbefunde mitgebracht werden.

U3: 4. bis 5. Lebenswoche

Bei der U3 wird betrachtet, wie das Baby seit der Geburt gewachsen ist und sich an seine neue Umgebung angepasst hat. Gewichtsentwicklung, Trinkverhalten, Verdauung, Schlaf und auffälliges Schreien gehören zu den Themen des Gesprächs.

Die körperliche Untersuchung umfasst erneut die Organe und weitere altersabhängige Befunde. Zusätzlich werden Motorik, Reflexe, Reaktionen und erste Hinweise auf die Entwicklung der Wahrnehmung beurteilt.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüften, sofern sie nicht bereits entsprechend den geltenden Vorgaben erfolgt ist. Damit können Reifungsstörungen oder Fehlentwicklungen früh erkannt und bei Bedarf rechtzeitig behandelt werden.

Auch das Wohlbefinden der Eltern und die Eltern-Kind-Interaktion dürfen offen angesprochen werden. Fragen zum Stillen, zur Flaschenernährung, zu Belastungen im Alltag oder zu empfohlenen Impfungen haben bei diesem Termin ausdrücklich Platz.

U4: 3. bis 4. Lebensmonat

Im dritten und vierten Lebensmonat wird zunehmend sichtbar, wie ein Säugling seine Umgebung wahrnimmt und auf vertraute Personen reagiert. Bei der U4 werden Wachstum, körperliche Gesundheit, Motorik und die Entwicklung des Nervensystems altersgerecht beurteilt.

Wir beobachten unter anderem, wie das Kind den Kopf hält, sich bewegt, Blickkontakt aufnimmt und auf Geräusche oder Ansprache reagiert. Auch Organe, Haut, Sinnesorgane und weitere körperliche Merkmale werden untersucht.

Eltern können Fragen zu Schlaf, Ernährung, Schreiverhalten und dem sicheren Umgang mit dem zunehmend aktiven Baby stellen. Die Beratung zur Unfallvermeidung gewinnt an Bedeutung, da sich Bewegungsfähigkeit und Reichweite des Kindes rasch verändern.

Bringen Sie den Impfausweis mit, damit der aktuelle Schutz überprüft und das weitere Vorgehen besprochen werden kann. Wenn seit dem letzten Termin Erkrankungen oder Behandlungen stattgefunden haben, sind entsprechende Unterlagen ebenfalls hilfreich.

U5: 6. bis 7. Lebensmonat

Bei der U5 steht die zunehmende Beweglichkeit des Kindes im Vordergrund. Es wird unter anderem betrachtet, wie sicher das Baby seinen Kopf kontrolliert, nach Gegenständen greift, sich abstützt und auf Personen oder Geräusche reagiert.

Die Untersuchung umfasst außerdem Wachstum, Organe, Haut, Sinnesorgane und weitere körperliche Entwicklungsmerkmale. Mögliche Auffälligkeiten des Sehens, Hörens oder der Bewegungsabläufe können dadurch frühzeitig eingeordnet werden.

Die Einführung der Beikost, ausreichende Nährstoffversorgung und ein sicherer Schlafplatz sind häufige Beratungsthemen. Ebenso wichtig ist die Unfallprävention, da Drehen, Rollen und erste Versuche der selbstständigen Fortbewegung oft unerwartet beginnen.

Auch Mundgesundheit und die Pflege der ersten Zähne können besprochen werden. Bei Auffälligkeiten an Zähnen oder Mundschleimhaut kann zusätzlich eine frühzeitige zahnärztliche Abklärung empfohlen werden.

U6: 10. bis 12. Lebensmonat

Rund um den ersten Geburtstag werden Kinder zunehmend mobil und kommunizieren immer deutlicher mit ihrer Umgebung. Die U6 betrachtet deshalb neben der körperlichen Gesundheit besonders Bewegungsfähigkeit, geistige Entwicklung und Sinneswahrnehmung.

Je nach individuellem Entwicklungsstand wird beobachtet, wie das Kind sitzt, krabbelt, sich hochzieht, Gegenstände greift und Kontakt aufnimmt. Erste Laute, Gesten und das Verständnis einfacher Aufforderungen können ebenfalls in die Beurteilung einfließen.

Im Gespräch geht es häufig um Ernährung am Familientisch, Schlaf, Zahnpflege und eine sichere häusliche Umgebung. Treppen, Steckdosen, kleine Gegenstände, heiße Flüssigkeiten und ungesicherte Möbel werden mit zunehmender Selbstständigkeit zu wichtigen Unfallrisiken.

Entwicklungsschritte können in unterschiedlicher Reihenfolge und Geschwindigkeit auftreten. Bei erkennbaren Auffälligkeiten besprechen wir, ob zunächst eine Verlaufskontrolle oder eine weiterführende Untersuchung sinnvoll ist.

U7: 21. bis 24. Lebensmonat

Im zweiten Lebensjahr machen Sprache, Bewegungsfähigkeit und Selbstständigkeit häufig große Fortschritte. Bei der U7 werden insbesondere sprachliche Entwicklung, Feinmotorik und Körperbeherrschung betrachtet.

Wir interessieren uns dafür, wie das Kind läuft, spielt, Gegenstände verwendet, einfache Aufforderungen versteht und mit anderen Menschen kommuniziert. Auch Wachstum, Organe, Sinnesfunktionen und allgemeiner Gesundheitszustand werden untersucht.

Eltern können Beobachtungen zu Schlaf, Essen, Trotzphasen, Verhalten und sozialem Kontakt ansprechen. Fragen zur Sprachentwicklung sollten möglichst konkret beschrieben werden, beispielsweise welche Wörter das Kind verwendet und wie es Wünsche mitteilt.

Wenn Sprache, Bewegung oder Interaktion deutlich auffällig erscheinen, kann eine frühzeitige Abklärung geeignete Unterstützung ermöglichen. Dabei betrachten wir einzelne Fähigkeiten nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit der gesamten Entwicklung.

U7a: 34. bis 36. Lebensmonat

Die U7a schließt die zeitliche Lücke zwischen U7 und U8 und findet rund um den dritten Geburtstag statt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der frühen Erkennung von Sehproblemen sowie weiteren körperlichen oder entwicklungsbezogenen Auffälligkeiten.

Je nach Mitarbeit des Kindes werden Sehfähigkeit und räumliches Sehen mit altersgeeigneten Methoden beurteilt. Darüber hinaus betrachten wir Sprache, Koordination, Feinmotorik, Verhalten und die allgemeine körperliche Entwicklung.

Der Eintritt in eine Kindertagesstätte oder neue Erfahrungen in einer Kindergruppe können zusätzliche Fragen aufwerfen. Eltern dürfen Unsicherheiten zu Trennungssituationen, Kontaktverhalten, Sauberkeitsentwicklung, Schlaf oder Mediennutzung ansprechen.

Sehauffälligkeiten werden von Kindern selbst oft nicht benannt, weil sie ihre Wahrnehmung für normal halten. Die vorgesehenen Tests können deshalb auch ohne eine konkrete Beschwerde wichtige Hinweise liefern.

U8: 46. bis 48. Lebensmonat

Im Alter von knapp vier Jahren stehen Sprache, Aussprache, Verhalten und vielseitige Bewegungsabläufe im Mittelpunkt. Die U8 untersucht, ob sich diese Bereiche altersgerecht entwickeln oder ob weiterer Abklärungsbedarf besteht.

Neben einer umfassenden körperlichen Untersuchung werden Seh- und Hörvermögen beurteilt. Auch Gleichgewicht, Koordination, Geschicklichkeit und die Fähigkeit, einfache Aufgaben zu verstehen und umzusetzen, können betrachtet werden.

Erfahrungen aus Kindergarten und Familienalltag liefern wertvolle zusätzliche Informationen. Schwierigkeiten beim Sprechen, häufige Missverständnisse, auffällige Ängste, starke Unruhe oder Probleme im Kontakt mit anderen Kindern sollten offen angesprochen werden.

Das Ziel ist nicht der Vergleich mit anderen Kindern, sondern die rechtzeitige Erkennung eines individuellen Unterstützungsbedarfs. Bei Bedarf können weitere Diagnostik, therapeutische Förderung oder eine fachärztliche Mitbeurteilung veranlasst werden.

U9: 60. bis 64. Lebensmonat

Die U9 ist die letzte reguläre Früherkennungsuntersuchung vor dem Schuleintritt. Sie bietet die Möglichkeit, körperliche Gesundheit und Entwicklung noch einmal umfassend mit Blick auf die kommenden schulischen Anforderungen zu beurteilen.

Schwerpunkte sind insbesondere Grob- und Feinmotorik, Sprache, Aussprache, Seh- und Hörvermögen sowie das allgemeine Verhalten. Auch Konzentration, Verständnis, Selbstständigkeit und soziale Fähigkeiten können im altersgerechten Gespräch und bei kleinen Aufgaben beobachtet werden.

Falls sich Auffälligkeiten zeigen, bleibt vor dem Schulstart häufig noch Zeit für eine gezielte Abklärung oder Unterstützung. Die kinderärztliche Untersuchung ersetzt dabei keine pädagogische Einschätzung, kann aber wichtige medizinische und entwicklungsbezogene Hinweise liefern.

Bringen Sie Berichte aus früheren Behandlungen oder Fördermaßnahmen mit, damit vorhandene Informationen in die Beurteilung einbezogen werden können. Auch Fragen der Eltern zum bevorstehenden Schuleintritt dürfen ausführlich besprochen werden.

Beratung, Prävention und Impfschutz

Zu jedem U-Termin gehört eine Beratung, die sich an der aktuellen Lebensphase orientiert. Themen können Ernährung, Bewegung, Schlaf, Zahnpflege, Unfallvermeidung, Mediennutzung und die Förderung einer gesunden Entwicklung sein.

Auch Belastungen innerhalb der Familie, Schwierigkeiten in der Betreuung oder Sorgen um das Verhalten des Kindes dürfen angesprochen werden. Bei Bedarf können geeignete Beratungs-, Förder- oder Therapieangebote empfohlen werden.

Der Impfausweis wird auf einen altersgerechten Schutz und mögliche Lücken geprüft. Vorsorge und Impfschutz ergänzen einander, weil beide dazu beitragen, vermeidbare gesundheitliche Risiken frühzeitig zu reduzieren.

Das Gelbe Heft und wichtige Unterlagen

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Kinderuntersuchungsheft dokumentiert, das auch als Gelbes Heft bezeichnet wird. Die enthaltene Teilnahmekarte kann den Besuch bestätigen, ohne dass vertrauliche medizinische Befunde offengelegt werden müssen.

Bringen Sie zu jedem Termin das Gelbe Heft, den Impfausweis und die Gesundheitskarte mit. Hilfreich sind außerdem relevante Krankenhausberichte, Befunde anderer Fachstellen und eine aktuelle Liste regelmäßig eingenommener Medikamente.

Notieren Sie Fragen und Beobachtungen am besten bereits vor dem Termin. Informationen aus dem Alltag helfen dabei, die Entwicklung des Kindes umfassender einzuschätzen, als es durch die kurze Untersuchungssituation allein möglich wäre.

Öffnungszeiten:

Mo-Mi 08:30-12:30 & 14:00-17:00 Uhr
Do 08:30-13:30 Uhr
Fr 08:30-14:00 Uhr

Öffnungszeiten:

Mo-Di 08:30-12:30 & 13:30-17:00 Uhr
Mi-Do 08:30-12:30 & 13:30-16:30 Uhr
Fr 08:30-13:00 Uhr