Kinderarzt Sendling & Aubing | Kinderarzt Aubling & Sendling - München

Laborleistungen und EKG
für Kinder und Jugendliche

+49 (0)89 8343622 für Aubing

+49 (0)89 7140975 für Sendling

Laboruntersuchungen und die Aufzeichnung der Herzaktivität können wichtige Informationen liefern, wenn Beschwerden durch das ärztliche Gespräch und die körperliche Untersuchung allein nicht ausreichend geklärt werden können. In unserer kinderärztlichen Praxis setzen wir diese diagnostischen Möglichkeiten gezielt und abhängig von der individuellen medizinischen Fragestellung ein.

Welche Untersuchung sinnvoll ist, richtet sich nach dem Alter, den aktuellen Symptomen, möglichen Vorerkrankungen und bereits vorliegenden Befunden. Nicht jeder Praxisbesuch erfordert eine Blutentnahme oder ein EKG, denn Diagnostik sollte immer einen konkreten medizinischen Zweck erfüllen.

Vor einer Untersuchung erklären wir Eltern und Kindern den Ablauf in verständlicher Sprache. Anschließend besprechen wir, welche Aussage von dem Ergebnis erwartet werden kann und ob weitere Kontrollen oder Behandlungsschritte notwendig sind.

Welche Laborleistungen und EKG-Untersuchungen bieten wir an?

Je nach Fragestellung können Blut, Urin, Stuhl oder Abstrichmaterial untersucht werden. Ein Teil der Diagnostik kann zeitnah erfolgen, während spezielle Proben an ein qualifiziertes externes Labor weitergeleitet und dort ausgewertet werden.

Die Auswahl der Werte erfolgt nicht nach einem pauschalen Schema. Sie orientiert sich daran, welche Erkrankung ausgeschlossen, bestätigt oder im Verlauf kontrolliert werden soll.

Ergänzend kann ein Ruhe-EKG die elektrische Aktivität des Herzens aufzeichnen. Es liefert unter anderem Informationen zu Herzfrequenz und Herzrhythmus und kann bei bestimmten Beschwerden, Vorerkrankungen oder im Rahmen einer medikamentösen Behandlung medizinisch angezeigt sein.

Alle Ergebnisse werden im Zusammenhang mit dem klinischen Befund beurteilt. Ein einzelner auffälliger oder unauffälliger Wert erlaubt nicht in jedem Fall bereits eine abschließende Diagnose.

Kinderarzt Sendling & Aubing | Kinderarzt Aubling & Sendling - München

Das sagen unsere Patienten

Blutuntersuchungen bei medizinischer Fragestellung

Eine Blutuntersuchung kann bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden zusätzliche Hinweise geben. Mögliche Anlässe sind beispielsweise länger bestehendes Fieber, ausgeprägte Müdigkeit, auffällige Blässe, Wachstums- oder Gewichtsveränderungen sowie der Verdacht auf einen Mangelzustand oder eine Entzündung.

Abhängig von der Fragestellung können unter anderem das Blutbild, Entzündungswerte, Eisenstoffwechsel, Elektrolyte oder Werte zur Funktion von Leber, Nieren und Schilddrüse bestimmt werden. Welche Parameter tatsächlich benötigt werden, legt die Ärztin oder der Arzt nach Anamnese und Untersuchung fest.

Mehr untersuchte Werte bedeuten nicht automatisch mehr diagnostische Sicherheit. Bei einer sehr breiten Untersuchung ohne konkreten Anlass können zufällige Abweichungen entstehen, die zusätzliche Kontrollen auslösen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt.

Wir beschränken die Auswahl deshalb auf medizinisch begründete Parameter und erklären, welche Frage mit der Blutentnahme beantwortet werden soll. Falls später weitere Werte erforderlich werden, kann die Diagnostik gezielt ergänzt werden.

Urinuntersuchungen

Urin kann Hinweise auf Erkrankungen der Nieren und Harnwege sowie auf bestimmte Stoffwechselveränderungen geben. Eine Untersuchung kommt beispielsweise bei Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang, unklarem Fieber, auffälligem Uringeruch oder Bauch- und Rückenschmerzen infrage.

Damit das Ergebnis aussagekräftig ist, sollte die Probe möglichst sauber gewonnen und entsprechend den Hinweisen der Praxis aufgefangen werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern können je nach Fragestellung besondere Verfahren zur Probengewinnung notwendig sein.

Ein erster Test kann verschiedene Bestandteile des Urins erfassen, ersetzt bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion aber nicht immer die weiterführende Untersuchung. Falls erforderlich, wird eine Urinkultur veranlasst, deren Auswertung mehr Zeit benötigt.

Bringen Sie eine Urinprobe nur dann von zu Hause mit, wenn dies vorher mit dem Praxisteam vereinbart wurde. Die richtige Gewinnung, ein geeignetes Gefäß und der zeitnahe Transport sind wichtig, um verfälschte Ergebnisse möglichst zu vermeiden.

Abstriche, Stuhlproben und weitere Materialien

Bei bestimmten Beschwerden kann statt einer Blutentnahme die Untersuchung eines Abstrichs oder einer Stuhlprobe sinnvoll sein. Welches Material benötigt wird, hängt von den Symptomen, der vermuteten Erkrankung und der Frage ab, ob das Ergebnis die Behandlung beeinflussen würde.

Abstriche können beispielsweise im Bereich von Hals, Nase, Haut oder Wunden entnommen werden, wenn eine entsprechende medizinische Indikation besteht. Je nach Untersuchungsverfahren liegt ein Ergebnis kurzfristig vor oder wird nach der Auswertung in einem externen Labor übermittelt.

Stuhluntersuchungen können bei anhaltendem Durchfall, sichtbarem Blut, bestimmten Reiseanamnesen oder anderen auffälligen Verdauungsbeschwerden angezeigt sein. Vor der Probengewinnung erklären wir, wie das Material gesammelt, gelagert und in die Praxis gebracht werden soll.

Nicht jeder Infekt erfordert einen Erregernachweis. Entscheidend ist, ob das Untersuchungsergebnis für die Therapie, weitere Schutzmaßnahmen oder die medizinische Beurteilung einen konkreten Nutzen erwarten lässt.

Das Ruhe-EKG als ergänzende Untersuchung

Ein Elektrokardiogramm zeichnet die elektrischen Signale des Herzens über Elektroden auf der Haut auf. Die Untersuchung kann Hinweise auf Herzfrequenz, Rhythmus, Erregungsbildung und Erregungsleitung liefern.

Für ein Ruhe-EKG liegt das Kind entspannt auf einer Untersuchungsliege. Kleine Elektroden werden an Brustkorb und Gliedmaßen befestigt, wobei die Aufzeichnung selbst nur wenige Minuten dauert und keine elektrischen Impulse in den Körper abgibt.

Mögliche Anlässe sind Herzstolpern, wiederkehrendes Herzrasen, unklare Ohnmachtsanfälle, bestimmte Brustschmerzen oder auffällige Befunde bei der körperlichen Untersuchung. Auch vor oder während ausgewählter medikamentöser Behandlungen kann eine Kontrolle je nach Wirkstoff und persönlicher Vorgeschichte sinnvoll sein.

Bewegung, Sprechen oder starke Anspannung können die Aufzeichnung stören. Wir erklären den Ablauf altersgerecht und geben dem Kind Zeit, ruhig zu werden, damit ein möglichst gut beurteilbares Ergebnis entsteht.

EKG-Kontrollen bei medikamentöser ADHS-Behandlung

Bei einer medikamentösen Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung sind regelmäßige ärztliche Verlaufskontrollen wichtig. Dabei werden je nach eingesetztem Medikament insbesondere Wirksamkeit, mögliche Nebenwirkungen, Blutdruck, Puls, Körpergewicht und Körpergröße beobachtet.

Ein EKG ist nicht automatisch bei jedem Kind und jeder ADHS-Medikation in einem festen jährlichen Abstand vorgeschrieben. Die Notwendigkeit richtet sich unter anderem nach dem konkreten Wirkstoff, der persönlichen und familiären Vorgeschichte, vorhandenen Beschwerden, früheren Befunden und dem individuellen ärztlichen Kontrollplan.

Hinweise wie Herzrasen, Herzstolpern, Belastungsbeschwerden, Brustschmerzen, Atemnot oder eine ungeklärte Ohnmacht sollten umgehend angesprochen werden. Auch bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Fälle eines plötzlichen Herztods in der Familie sind für die Beurteilung von Bedeutung.

Wenn sich aus Anamnese, Untersuchung oder Behandlungsverlauf ein entsprechender Hinweis ergibt, kann ein EKG durchgeführt und bei Bedarf eine kinderkardiologische Abklärung veranlasst werden. Davon unabhängig erfolgen die für das jeweilige Medikament vorgesehenen regelmäßigen Kontrollen.

Falls für Ihr Kind bereits ein jährliches EKG individuell vereinbart wurde, sollte dieser Kontrolltermin eingehalten werden. Bringen Sie hierzu den aktuellen Medikamentenplan und vorhandene frühere Befunde mit.

Vorbereitung auf eine Blutentnahme

Für viele Untersuchungen muss ein Kind nicht nüchtern sein, bei einzelnen Laborwerten kann dies jedoch erforderlich werden. Lassen Sie Ihr Kind nur dann nüchtern zum Termin kommen, wenn Sie zuvor eine ausdrückliche entsprechende Anweisung erhalten haben.

Ausreichendes Trinken kann eine Blutentnahme erleichtern, sofern medizinisch nichts dagegenspricht. Bequeme Kleidung mit gut zugänglichen Armen und warme Hände können ebenfalls hilfreich sein.

Erklären Sie Ihrem Kind ehrlich und altersgerecht, was passieren wird, ohne die Situation unnötig dramatisch darzustellen. Statt Schmerzfreiheit zu versprechen, können Sie erklären, dass ein kurzer Pieks möglich ist und das Praxisteam jeden Schritt ankündigt.

Ein Kuscheltier, ein Buch, Musik oder ein Video können bei jüngeren Kindern für Ablenkung sorgen. Teilen Sie uns bereits vorab mit, wenn Ihr Kind große Angst hat, schon einmal ohnmächtig geworden ist oder bei früheren Blutentnahmen besondere Unterstützung benötigte.

Vorbereitung auf das EKG

Für ein Ruhe-EKG ist normalerweise keine Nüchternheit erforderlich. Das Kind sollte kurz vor der Aufzeichnung keine außergewöhnlich anstrengende körperliche Belastung durchführen und einige Minuten zur Ruhe kommen können.

Der Oberkörper sowie ausgewählte Bereiche an Armen und Beinen müssen für die Elektroden zugänglich sein. Cremes oder stark fetthaltige Pflegeprodukte auf der Haut können die Haftung beeinträchtigen und sollten am Untersuchungstag im vorgesehenen Bereich möglichst vermieden werden.

Bitte nennen Sie alle regelmäßig oder kürzlich eingenommenen Medikamente, da manche Präparate Herzfrequenz oder Erregungsleitung beeinflussen können. Setzen Sie verordnete Medikamente jedoch niemals eigenständig für den Termin ab.

Vorhandene EKG-Ausdrucke, kinderkardiologische Berichte und aktuelle Medikamentenpläne sollten zum Termin mitgebracht werden. Der Vergleich mit früheren Aufzeichnungen kann für die medizinische Einordnung hilfreich sein.

Wie und wann erhalten Sie die Ergebnisse?

Einige Untersuchungsergebnisse sind bereits während des Termins oder kurze Zeit danach verfügbar. Andere Analysen werden in einem externen Labor durchgeführt und benötigen abhängig vom Verfahren mehrere Tage.

Wir informieren Sie darüber, wie die Befundübermittlung erfolgt und wann mit einem Ergebnis gerechnet werden kann. Bitte achten Sie darauf, dass die Praxis über aktuelle Kontaktdaten verfügt und Sie für wichtige Rückfragen erreichbar sind.

Abweichungen von einem Referenzbereich bedeuten nicht automatisch, dass eine Erkrankung vorliegt. Werte können unter anderem durch Alter, Tageszeit, körperliche Belastung, Ernährung, akute Infekte, Medikamente oder die Bedingungen bei der Probengewinnung beeinflusst werden.

Labor- und EKG-Befunde müssen deshalb immer im Zusammenhang mit Beschwerden, Untersuchung und Vorgeschichte ärztlich interpretiert werden. Je nach Ergebnis können eine Kontrolle, weitere Diagnostik oder zunächst eine Beobachtung empfohlen werden.

Grenzen der Diagnostik

Ein unauffälliges Ergebnis kann beruhigend sein, schließt jedoch nicht jede Erkrankung sicher aus. Manche Veränderungen treten nur zeitweise auf oder lassen sich mit einer einzelnen Blutprobe beziehungsweise einem kurzen Ruhe-EKG nicht erfassen.

Bei weiterhin bestehenden Beschwerden kann daher eine erneute Untersuchung oder eine andere diagnostische Methode notwendig sein. Bei gelegentlichen Herzrhythmusbeschwerden kommen beispielsweise abhängig von der ärztlichen Einschätzung eine längere Aufzeichnung oder eine kinderkardiologische Untersuchung infrage.

Umgekehrt kann ein auffälliger Einzelwert durch vorübergehende Einflüsse entstanden sein und zunächst kontrolliert werden müssen. Wir besprechen mit Ihnen transparent, wie sicher ein Befund einzuordnen ist und welche nächsten Schritte medizinisch sinnvoll erscheinen.

Wann sofortige medizinische Hilfe erforderlich ist

Laboruntersuchungen und geplante EKG-Termine sind nicht für die Versorgung lebensbedrohlicher Notfälle bestimmt. Bei Bewusstlosigkeit, schwerer Atemnot, anhaltenden starken Brustschmerzen, einem Kreislaufstillstand oder einem insgesamt lebensbedrohlich wirkenden Zustand muss sofort der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.

Auch eine ungeklärte Ohnmacht während körperlicher Belastung, neu auftretende schwere Herzbeschwerden oder eine schnelle Verschlechterung benötigen eine dringende medizinische Beurteilung. Warten Sie in einer solchen Situation nicht auf einen regulären Kontrolltermin.

Termin und erforderliche Unterlagen

Ob und welche Diagnostik benötigt wird, klären wir anhand der individuellen medizinischen Fragestellung. Bitte teilen Sie unserem Praxisteam bei der Terminvereinbarung mit, ob eine Blutentnahme, eine Probenabgabe, ein EKG oder eine ärztliche Kontrolle geplant wurde.

Bringen Sie die Gesundheitskarte, relevante Vorbefunde und eine aktuelle Liste aller Medikamente mit. Bei einer Verlaufskontrolle benötigen wir nach Möglichkeit außerdem frühere Laborwerte, EKG-Ausdrucke und Berichte mitbehandelnder Fachstellen.

Sie erhalten vorab alle notwendigen Informationen dazu, ob Ihr Kind nüchtern erscheinen oder eine Probe von zu Hause mitbringen soll. So können wir den Termin gut vorbereiten und unnötige Wiederholungen möglichst vermeiden.

Öffnungszeiten:

Mo-Mi 08:30-12:30 & 14:00-17:00 Uhr
Do 08:30-13:30 Uhr
Fr 08:30-14:00 Uhr

Öffnungszeiten:

Mo-Di 08:30-12:30 & 13:30-17:00 Uhr
Mi-Do 08:30-12:30 & 13:30-16:30 Uhr
Fr 08:30-13:00 Uhr