Kinderarzt Sendling & Aubing | Kinderarzt Aubling & Sendling - München

Allergologie
für Kinder und Jugendliche

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Allergische Erkrankungen können sich bereits im Säuglings- oder Kindesalter entwickeln und sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. In unserer kinderärztlichen Praxis begleiten wir Familien von der ersten Abklärung über eine gezielte Testung und Beratung bis zur langfristigen Allergietherapie.

Zu unserem allergologischen Angebot gehören eine ausführliche Anamnese, die körperliche Untersuchung sowie geeignete Haut- und Bluttests bei entsprechender medizinischer Fragestellung. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann außerdem eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden, um die Reaktion auf bestimmte Allergieauslöser langfristig zu beeinflussen.

Welche Diagnostik oder Behandlung sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, dem Alter und dem vermuteten Auslöser ab. Ein positives Testergebnis allein beweist noch keine behandlungsbedürftige Allergie und muss immer gemeinsam mit der Krankengeschichte bewertet werden.

Testung, Diagnostik, Beratung und Hyposensibilisierung

Eine sorgfältige allergologische Betreuung beginnt nicht mit einem möglichst breiten Test, sondern mit der genauen Beschreibung der Beschwerden. Entscheidend ist, wann Symptome auftreten, wie lange sie anhalten und ob ein Zusammenhang mit Jahreszeit, Aufenthaltsort, Tieren, Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Insektenstichen erkennbar ist.

Auf Grundlage dieser Informationen wählen wir geeignete Untersuchungen aus und vermeiden Tests ohne konkrete Fragestellung. Dadurch lassen sich zufällige Befunde reduzieren, die Familien verunsichern oder zu unnötigen Einschränkungen führen könnten.

Nach Abschluss der Diagnostik besprechen wir die Bedeutung der Ergebnisse, sinnvolle Maßnahmen zur Allergenvermeidung und mögliche Behandlungsoptionen. Ziel ist ein individueller Plan, der medizinisch sinnvoll ist und sich im Alltag des Kindes sowie der gesamten Familie umsetzen lässt.

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Das sagen unsere Patienten

Welche Beschwerden können auf eine Allergie hinweisen?

Allergische Beschwerden können Haut, Augen, Nase, Atemwege, Magen-Darm-Trakt oder Kreislauf betreffen. Typische Beispiele sind wiederkehrender Juckreiz, Quaddeln, Schwellungen, tränende Augen, Niesanfälle, eine dauerhaft laufende Nase oder Husten in bestimmten Situationen.

Auch pfeifende Atmung, Atemnot, wiederkehrende Bauchbeschwerden, Erbrechen oder eindeutige Reaktionen nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel können eine Abklärung erforderlich machen. Nicht jedes dieser Symptome wird jedoch durch eine Allergie verursacht.

Für die Einordnung ist besonders wichtig, wie schnell die Beschwerden nach einem möglichen Kontakt beginnen und ob sie sich bei wiederholtem Kontakt ähnlich zeigen. Fotos von Hautveränderungen sowie genaue Angaben zu gegessenen Lebensmitteln, verwendeten Produkten oder eingenommenen Medikamenten können wertvolle Hinweise liefern.

Plötzlich auftretende Atemnot, eine Schwellung im Mund- oder Rachenbereich, Bewusstseinsstörungen oder deutliche Kreislaufprobleme können Zeichen einer schweren allergischen Reaktion sein. In einer solchen Situation ist sofort der Rettungsdienst unter 112 zu verständigen.

Die ausführliche Anamnese als Grundlage

Im ersten Gespräch erfassen wir Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden sowie mögliche Auslöser und verstärkende Faktoren. Ebenso wichtig sind bereits beobachtete Reaktionen, frühere Behandlungen, weitere Erkrankungen und bekannte Allergien innerhalb der Familie.

Bei Atemwegsbeschwerden interessiert unter anderem, ob die Symptome saisonal auftreten, sich im Freien oder in Innenräumen verstärken und ob Kontakt zu Tieren besteht. Bei vermuteten Nahrungsmittelreaktionen benötigen wir möglichst genaue Angaben zu Produkt, Menge, Zubereitung, zeitlichem Abstand und aufgetretenen Symptomen.

Ein Symptom- oder Ernährungstagebuch kann helfen, wiederkehrende Muster sichtbar zu machen. Es sollte jedoch nicht dazu führen, dass ohne ärztliche Rücksprache immer mehr Lebensmittel oder Alltagskontakte gemieden werden.

Eine gezielte Diagnostik ist meist aussagekräftiger als ein ungerichtetes Screening auf möglichst viele Stoffe. Die Anamnese bestimmt deshalb, welche Allergene tatsächlich getestet und wie die Ergebnisse anschließend bewertet werden.

Hauttests bei konkretem Verdacht

Beim Pricktest werden kleine Mengen ausgewählter Testlösungen auf die Haut aufgebracht und die oberste Hautschicht wird vorsichtig angeritzt. Nach einer festgelegten Wartezeit lässt sich beurteilen, ob sich an einer Teststelle eine typische Quaddel oder Rötung entwickelt hat.

Das Verfahren kann beispielsweise bei einem Verdacht auf eine Soforttypreaktion gegen Pollen, Hausstaubmilben, Tierallergene oder bestimmte Nahrungsmittel eingesetzt werden. Welche Stoffe getestet werden, richtet sich nach den geschilderten Beschwerden und möglichen Kontakten.

Bestimmte Medikamente, Hauterkrankungen oder eine aktuell stark gereizte Haut können das Ergebnis beeinflussen. Setzen Sie antiallergische oder andere verordnete Medikamente deshalb nicht eigenständig ab, sondern erfragen Sie vor dem Termin, was beachtet werden muss.

Eine Hautreaktion zeigt zunächst nur, dass das Immunsystem den getesteten Stoff erkennt. Erst der passende Zusammenhang mit tatsächlich auftretenden Beschwerden macht aus einer Sensibilisierung eine klinisch relevante Allergie.

Blutuntersuchungen in der Allergiediagnostik

Eine Blutuntersuchung kann allergenspezifische Antikörper erfassen und die Hauttestung abhängig von der Fragestellung ergänzen oder ersetzen. Sie kann besonders hilfreich sein, wenn ein Hauttest nicht möglich, nicht ausreichend aussagekräftig oder mit einem erhöhten Risiko verbunden ist.

Die Auswahl einzelner Allergene oder Allergenbestandteile erfolgt gezielt anhand der Vorgeschichte. Sehr breite Testprofile ohne klinischen Verdacht erhöhen die Wahrscheinlichkeit zufälliger positiver Ergebnisse und beantworten häufig nicht die entscheidende medizinische Frage.

Auch die Höhe eines Laborwertes erlaubt nicht automatisch eine sichere Aussage über Art und Schwere einer künftigen Reaktion. Das Ergebnis wird deshalb gemeinsam mit Symptomen, Exposition, Hautbefund und gegebenenfalls weiteren Untersuchungen interpretiert.

Ein positiver Bluttest ist kein ausreichender Grund, ein wichtiges Lebensmittel dauerhaft aus dem Speiseplan eines Kindes zu entfernen. Eine solche Einschränkung sollte nur nach ärztlicher Beurteilung und bei Bedarf mit qualifizierter Ernährungsberatung erfolgen.

Nahrungsmittelallergien sicher abklären

Bei einem Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie müssen die beobachteten Reaktionen besonders genau erfasst werden. Haut- und Bluttests können Hinweise liefern, reichen für eine eindeutige Diagnose aber nicht in jeder Situation aus.

Eine zeitlich begrenzte diagnostische Eliminationsdiät kann unter ärztlicher Anleitung sinnvoll sein. Dabei wird das verdächtige Lebensmittel kontrolliert gemieden und anschließend beurteilt, ob sich die Beschwerden nachvollziehbar verändern.

In bestimmten Fällen ist eine orale Provokation unter ärztlicher Überwachung erforderlich, um eine Allergie zu bestätigen oder auszuschließen. Da dabei eine allergische Reaktion ausgelöst werden kann, gehört eine solche Untersuchung in eine dafür ausgestattete spezialisierte Einrichtung mit unmittelbar verfügbaren Notfallmaßnahmen.

Unnötige oder zu lange Ausschlussdiäten können bei Kindern die Nährstoffversorgung, das Wachstum und die Lebensqualität beeinträchtigen. Wir beraten deshalb dazu, welche Lebensmittel tatsächlich gemieden werden müssen und welche weiterhin sicher gegessen werden können.

Individuelle Beratung für den Familienalltag

Nach der Diagnostik erhalten Familien verständliche Informationen zum vermuteten oder bestätigten Auslöser. Gemeinsam besprechen wir, wie sich relevante Kontakte reduzieren lassen, ohne das Kind stärker einzuschränken als medizinisch notwendig.

Bei Pollenallergien können beispielsweise saisonale Maßnahmen, eine angepasste Tagesplanung und die richtige Anwendung verordneter Medikamente helfen. Bei Hausstaubmilben-, Tier- oder Schimmelpilzallergien richten sich die Empfehlungen nach der tatsächlichen Belastung und der individuellen Wohnsituation.

Für Kindergarten, Schule, Freizeit oder Reisen kann ein schriftlicher Behandlungs- beziehungsweise Notfallplan erforderlich sein. Betreuungspersonen sollten wissen, welche Beschwerden auftreten können, welche Medikamente vorgesehen sind und wann medizinische Hilfe benötigt wird.

Eine gute Beratung verbindet wirksame Schutzmaßnahmen mit einem möglichst normalen und selbstständigen Alltag. Mit zunehmendem Alter beziehen wir das Kind oder den Jugendlichen aktiv in den Umgang mit der Erkrankung ein.

Beschwerden gezielt behandeln

Die Behandlung richtet sich nach betroffenem Organ, Stärke der Symptome und erkanntem Auslöser. Je nach Erkrankung können lokal angewendete oder im ganzen Körper wirkende Medikamente eingesetzt werden, um Beschwerden zu lindern und Entzündungen zu kontrollieren.

Entscheidend ist nicht nur die Auswahl des Präparats, sondern auch seine richtige Anwendung. Nasensprays, Augentropfen, Inhalationsgeräte oder Hauttherapien wirken nur zuverlässig, wenn Dosierung, Technik und Anwendungsdauer zum ärztlichen Plan passen.

Wir erklären Eltern und Kindern die Handhabung und überprüfen bei Verlaufsterminen, ob die Therapie ausreichend hilft. Wenn Beschwerden trotz korrekter Anwendung bestehen bleiben, können Diagnose, Auslöser und Behandlungsplan erneut überprüft werden.

Eine rein symptomatische Behandlung verändert die zugrunde liegende allergische Reaktionsbereitschaft normalerweise nicht dauerhaft. Bei geeigneten Allergien kann deshalb geprüft werden, ob eine spezifische Immuntherapie als ursächlicher Behandlungsansatz infrage kommt.

Hyposensibilisierung als langfristige Allergietherapie

Die Hyposensibilisierung wird auch spezifische Allergen-Immuntherapie genannt. Dabei erhält der Körper über einen längeren Zeitraum kontrollierte Mengen des verantwortlichen Allergens, um die überschießende Immunreaktion schrittweise zu beeinflussen.

Das Verfahren kommt insbesondere bei bestimmten Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben oder Insektengift infrage. Ob es für ein Kind geeignet ist, hängt von einer gesicherten Diagnose, der Bedeutung des Auslösers, der Stärke der Beschwerden, möglichen Begleiterkrankungen und einem passenden zugelassenen Therapieprodukt ab.

Vor Beginn müssen Testergebnis und Beschwerdeverlauf eindeutig zusammenpassen. Außerdem besprechen wir zu erwartenden Nutzen, mögliche Nebenwirkungen, Behandlungsdauer und die Bereitschaft der Familie, die Therapie regelmäßig und zuverlässig durchzuführen.

Eine Hyposensibilisierung ist keine kurzfristige Behandlung für einzelne Beschwerden, sondern eine meist mehrjährige Therapie. Regelmäßige Termine und die konsequente Anwendung sind entscheidend für den möglichen Behandlungserfolg.

Therapie mit Spritzen oder über die Mundschleimhaut

Bei der subkutanen Immuntherapie, kurz SCIT, wird das Allergen in festgelegten Abständen unter die Haut gespritzt. Nach jeder Injektion ist eine ärztlich vorgegebene Beobachtungszeit in der Praxis erforderlich, damit mögliche unmittelbare Reaktionen erkannt und behandelt werden können.

Die sublinguale Immuntherapie, kurz SLIT, erfolgt je nach Präparat mit Tabletten oder Tropfen über die Mundschleimhaut. Die erste Anwendung findet unter ärztlicher Aufsicht statt, während die weiteren Dosen nach genauer Einweisung regelmäßig zu Hause eingenommen werden.

Welche Form infrage kommt, hängt unter anderem vom Allergen, dem Alter, verfügbaren Präparaten, Begleiterkrankungen und der zuverlässigen Durchführbarkeit ab. Beide Therapieformen können lokale oder allgemeine Reaktionen verursachen, über die vor Beginn ausführlich aufgeklärt wird.

Bei akuten Infekten, neu aufgetretenen Beschwerden oder Veränderungen einer Asthmaerkrankung muss vor der nächsten Dosis Rücksprache gehalten werden. Dosisänderungen, Unterbrechungen oder eine Wiederaufnahme erfolgen ausschließlich nach dem vereinbarten ärztlichen Plan.

Anaphylaxie erkennen und vorbereitet handeln

Eine Anaphylaxie ist eine schwere allergische Reaktion, die mehrere Organsysteme betreffen und lebensbedrohlich verlaufen kann. Mögliche Zeichen sind plötzlich auftretende Atemprobleme, Schwellungen, ausgeprägter Hautausschlag, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden oder Bewusstseinsstörungen.

Bei entsprechendem Risiko erhalten Familien einen individuellen Notfallplan und die erforderlichen Notfallmedikamente. Dazu kann ein Adrenalin-Autoinjektor gehören, dessen Anwendung von Eltern, Jugendlichen und wichtigen Betreuungspersonen sicher beherrscht werden sollte.

Im Notfall müssen die verordneten Medikamente entsprechend dem persönlichen Notfallplan unverzüglich angewendet und der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden. Das Kind sollte auch nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung ärztlich überwacht werden.

Überprüfen Sie regelmäßig Verfallsdatum und Vollständigkeit des Notfallsets. Kindergarten, Schule, Sportverein und andere Betreuungspersonen sollten wissen, wo es aufbewahrt wird und wie sie im Ernstfall reagieren müssen.

Vorbereitung auf den Allergietermin

Bringen Sie bitte die Gesundheitskarte, relevante Vorbefunde, frühere Testergebnisse und eine aktuelle Liste aller Medikamente mit. Fotos von Hautreaktionen, ein Symptomtagebuch, Verpackungen verdächtiger Produkte oder genaue Zutatenlisten können die Abklärung unterstützen.

Notieren Sie, wann die Beschwerden erstmals aufgetreten sind, wie lange sie andauerten und was unmittelbar davor gegessen, eingenommen oder berührt wurde. Bei saisonalen Atemwegsbeschwerden sind Angaben zu Jahreszeit, Aufenthaltsort und möglichen Tierkontakten hilfreich.

Erkundigen Sie sich vor einer geplanten Hauttestung, ob bestimmte Medikamente pausiert werden müssen. Setzen Sie Antihistaminika, Asthmamedikamente oder andere verordnete Präparate niemals ohne ausdrückliche ärztliche Anweisung ab.

Für umfangreiche Fragestellungen kann ein eigener Termin erforderlich sein, damit genügend Zeit für Anamnese, Untersuchung und Beratung zur Verfügung steht. Unser Praxisteam informiert Sie bei der Vereinbarung darüber, welche Unterlagen benötigt werden und ob eine Testung am selben Tag möglich ist.

Langfristige Begleitung bei allergischen Erkrankungen

Allergien können sich im Laufe des Kindes- und Jugendalters verändern. Manche Beschwerden nehmen ab, während neue Auslöser oder zusätzliche Erkrankungen wie allergisches Asthma hinzukommen können.

Regelmäßige Verlaufskontrollen helfen dabei, die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen und Medikamente an die aktuelle Situation anzupassen. Auch die Notwendigkeit einer Hyposensibilisierung oder ihre weitere Durchführung wird in vereinbarten Abständen überprüft.

Unser Ziel ist eine verlässliche allergologische Betreuung, die Beschwerden reduziert, Risiken berücksichtigt und dem Kind möglichst viel Freiheit im Alltag erhält. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie eine Allergie vermuten, eine gezielte Testung benötigen oder eine langfristige Allergietherapie besprechen möchten.

Öffnungszeiten:

Mo-Mi 08:30-12:30 & 14:00-17:00 Uhr
Do 08:30-13:30 Uhr
Fr 08:30-14:00 Uhr

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